Vereins-Chronik des
Radfahrer-Verein „Gut Rast“ Oker von 1908 e.V.
Am 12. Juni 1908 wurde von
einigen begeisterten Radsportpionieren der heutige RV „Gut Rast“ ins
Leben gerufen. Im Hotel „Hohe Rast“ (Bes.
Kam. Bock) wurde die erste konstituierende Versammlung abgehalten,
in der dann der Kamerad Lehmann zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde
und bis zum 16.02.1913 bekleidete. Diese Jahre waren für die
Gründer keine leichten, denn einmal fehlte es an Barkapital und
zweitens waren die innerpolitischen Verhältnisse nicht so, dass man
einen großen Verein aufziehen konnte. Trotz aller Schwierigkeiten
gelang es diesen wenigen Pionieren doch für den Verein einen Banner
zu erwerben, der heute noch als stolzes Symbol für den deutschen
Radsport bei allen Veranstaltungen im Festgepräge steht.Wenn der Anfang auch noch
so schwer war, so wurde dann doch der stolze Reigensport, allerdings
nur mit gewöhnlichen Tourenrädern, mit den wenigen Vereinen der
näheren und weiteren Umgebung gepflegt.
Trotz des unseligen 1.
Weltkrieges 1914/18 kam der Radsport nicht zum Erliegen, sondern
wurde in Treue fest bis zum 06.09.1919 von dem Kameraden Wilhelm
Voges als 1. Vorsitzenden, hier in Oker, weiter geleitet und
gefördert. Leider kehrten aus diesem
Krieg 9 Kameraden nicht wieder zurück.
Vom 06.09.1919 bis zum
19.04.1921 wurde der Vorsitz zweimal durch die Kameraden Kühling und
Schrott gewechselt. Am 19.04.1921 bis zum
13.01.1929 nahm Kamerad Hermann Heller die Vereinsführung fest in
seine Hände. Es soll auch gesagt werden,
dass in diesen ersten Jahren besonderes Interesse dem Radwandersport
zugetan wurde und manche schöne und lustige Fahrten in unseren
schönen Harz und dessen Umgebung unternommen wurden. Auch konnte der Verein
viele Ehrenpreise im Saal- und Radwandersport sein eigen nennen. Selbst der Rennsport wurde
gepflegt. So wurde am 04.09.1921 ein
Straßenrennen mit Start und Ziel bei der Gaststätte Komoll (Altes
Weghaus) über die Strecke Goslar – Immenrode – Wöltingerode –
Vienenburg zurück nach Oker durchgeführt. Desgleichen wurden viele
schöne Korsofahrten veranstaltet.
Im Jahr 1923 gab sich der
Verein dann erstmalig eine 19 Paragraphen umfassende Vereinssatzung,
welche am 23.07.1923 in Kraft trat.
Sehr interessant sind die
Zahlenangaben aus den Jahren 1922/23, wo z.B. bei einem Vergnügen
eine Einnahme von ca. 69.000,-- Mark erzielt wurde. Dem gegenüber
stand die Ausgabe von ca. 31.000,-- Mark, so dass dem Verein ein
Überschuss von 38.000,-- Mark verblieb.
1923 wurde der R.V. „Gut
Rast“ Mitglied des Bund Deutscher Radfahrer (BDR).
Am 01.09.1923 stellte der
Kamerad Friedrich Heller den Antrag zur Bildung einer Jugendgruppe,
der einstimmig angenommen wurde. Selbige wurde dann auch von
Friedrich Heller zur Ausbildung übernommen. Neben der Jugendausbildung
machte der Radballsport im 2-er und 3-er schöne Fortschritte.
Die Monats- und
Hauptversammlungen wurden in regelmäßigen Abständen bei den
Kameraden Lüddecke (Hohe Rast), Komoll (Altes Weghaus) und Granzow
(Okerturm) abgehalten.
Vom 13.01.1929 bis
08.07.1933 war der Kamerad Kühling als Vorsitzender tätig. Ihm
folgte 1933 der Schneidermeister Max Köhler der den Vorsitz bis 1937
inne hatte.. Es bahnte sich nun ein
neues politisches Zeitgeschehen an, dessen sportlichen Charakter man
zunächst sehr vorsichtig entgegen sehen musste. Unter seiner Führung
konnten die ersten Erfolge eingefahren werden.
So wurden 1929 die
Gaumeisterschaften im 2-er und 3-er Radball sowie im 6-er
Kunstreigenfahren gewonnen. Ebenfalls 1929 gewann Richard Heller die
Bergmeisterschaft auf der Straße. 1931 gewann unser Verein die
Gaumeisterschaft im 6-er Rasenradball.
Am 22. und 23.07.1933
konnte unser Verein sein 25-jähriges Stiftungsfest feiern. Es wurde
in einem sportlichen, schönen Rahmen ausgerichtet. Die Mitglieder
scheuten keine Mühe alle, die zum Ziel, gesetzten Vorarbeiten
restlos zu erfüllen. So wurde vor unserem
Vereinslokal (Hohe Rast) eine Ehrenpforte erstellt, die jedem Gast
und Freund besagte was sich in den Grenzen der Gemeinde Oker
abspielte. 42 Radsportvereine nahmen
an dem gemischten Festkorso teil, der seinen Höhepunkt auf der
Galgheitstraße mit der offiziellen Festrede fand. Der damalige Vorsitzende,
Kamerad Kühling, sagte u.a., „Mann müsse nun bestrebt sein, auch mal
die Leistungen so zu steigern, um später an einer Deutschen
Meisterschaft teilnehmen zu können." Der alte Radsportpionier
Bold sagte, der Verein habe mit seinem Namen „Gut Rast“ nicht den
richtigen gewählt. Es würde besser der Name „Vorwärts“ passen, da
ja das Bestreben aller Aktiven auf einem gehobenen Niveau liegt. Durch den schönen Saalsport
im Kunstreigen sowie im Radball, insbesondere durch die Teilnahme
der Deutschen Meister im 2-er Kunstfahren von Hawa-Göricke Hannover
und dem 6-er Kunstreigen von Panther Braunschweig bekam das
Jubelfest den offiziellen Höhepunkt. Mit einem sehr netten und
auch sportlichen Festball fand dieses Jubiläum seinen würdigen
Abschluss.
Durch die Machtübernahme
der NSDAP im
politischen Leben erhielt auch der gesamte Sport eine
andere Richtung. Bezüglich der
Gleichschaltung wurde am 08.07.1933 der Kamerad Köhler als
kommissarischer Vorsitzender ernannt. Unser Verein ging in den
weiteren Jahren dem Auftrieb im Sport entgegen, doch das richtige
Verhältnis war immer noch nicht gefunden. Durch den damaligen
Hoheitsträger der NSDAP, Berndt, und dem Vorsitzenden des MTV,
Köthe, sollten auf Veranlassung des Reichssportbundes alle
sporttreibenden Vereine zu einem Großverein verschmolzen werden. In den anberaumten
Sitzungen gab es jedoch sehr viele Widersprüche. Schließlich wurde in der
letzten Sitzung im „Wolf`s Hotel“ der VfL Oker ins Leben gerufen,
dem u.a. auch unser Verein einverleibt werden sollte. Doch unser Vertreter an
dieser Sitzung blieb hart und sagte, dass der Radfahrer-Verein
allein lebensfähig sei und lehnte es ab sich dem großen Gebilde
anzuschließen..
Die Getreuen des R.V. „Gut
Rast“ betrieben ihren Sport weiter, bis im Jahr 1940 die
Einheitssatzung des N.S.R.L. angenommen wurde. Zu erwähnen sei noch,
dass der Kamerad Köhler am 16.01.1937 seinen Vorsitz aus
gesundheitlichen Gründen niederlegte. Der Vorsitz wurde von dem
Kameraden Bock übernommen.
1937 belegte die Mannschaft
Kühling / Meyerdirks bei der Reichsmeisterschaft der Jugend im 2-er
Radball, in Leipzig, und bei dem Jugend-Radballpreis von Deutschland
in Berlin-Lichterfelde jeweils den 3. Platz
Mit dem 27.04.1940 musste
der R.V. „Gut Rast“ seinen gesamten Sportbetrieb einstellen. Durch die unseligen
Kriegsgeschehnisse war es einfach nicht mehr möglich noch irgend
welche Sportveranstaltungen durchzuführen. Das Material an Rädern
verblieb in bester Obhut und konnte am 10.10.1947, wieder unter dem
Vorsitz des Kameraden Bock, mit einer neuen Marschrichtung für den
Deutschen Radsport, den Aktiven übergeben werden. In dieser denkwürdigen
Versammlung, die im Hotel „Hohe Rast“ stattfand, konnte der
Vorsitzende alle alten und treuen Mitglieder, sowie viele neue
Kameraden recht herzlich begrüßen. Kamerad Bock wies in seiner
Ansprache besonders daraufhin, dass es keine Neugründung des Vereins
sei, sondern das der schöne alte Radsport in alter, ehrlicher
Tradition nun wieder im Leben der Sportler seinen Lauf nehmen möge. Es wurde dann der toten
Kameraden des Krieges 1939 – 1945 in würdiger Form gedacht. Eifriges Training und die
Teilnahme an Veranstaltungen standen jetzt im Wechsel, so dass den
sportlichen Erfolgen unserer Aktiven nichts mehr im Wege stand.
Am 03.06.1948 fand erstmals
der große Industrie- und Handelspreis von Oker statt.
Bis zum 07.01.1950 leitete
Kamerad Bock die Geschicke des Vereins. In dieser Zeit konnten die
Mannschaften des R.V. „Gut Rast“ bei den Kreis-, Bezirks- und
Landesmeisterschaften auf stolze Erfolge zurück blicken.
Auf der
Jahreshauptversammlung wurde dann der Kamerad Gerhard Granzow zum
neuen 1. Vorsitzenden gewählt.
Am 04.06.1950 wurde wieder
ein großes Straßenrennen veranstaltet. Durch die finanzielle
Mithilfe der hiesigen Industrie, sowie des Handels und Handwerks,
konnte der „2. Große Industrie- und Handelspreis, bei einer
Besetzung von über 230 Rennfahrern aller Klassen, bei strahlendem
Sonnenschein, durchgeführt werden. Auch die internationale
Deutschlandrundfahrt führte in den folgenden Jahren dreimal durch
Oker, unter der entsprechenden Begeisterung der hiesigen
Bevölkerung.
Für den 1. Oktober wurde
der R.V. „Gut Rast“ mit der Durchführung der Kämpfe um das
Nationaltrikot vom BDR beauftragt. Auf dieser Veranstaltung wurden
in der vollbesetzten Hüttenkaue große sportliche Leistungen gezeigt.
U.a. waren die ehemaligen Deutschen Meister Edy Grommes und Trude
Neuhaus aus Bonn im 1-er Kunstfahren, die Deutschen Meister im
2-er, Hilbig / Seifert aus Hamburg am Start, sowie die
Radballspitzen-Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet und
Berlin.
Im August 1951 errang
unsere Jugend im 6-er Kunstreigenfahren die
Niedersachsenmeisterschaft. Durch besonderen Fleiß und
eisernem Training gelang es im Oktober in Schwäbisch-Gmünd unserer
Jugendmannschaft in der Besetzung Hans-Jürgen Lüders, Helmut
Bartels, Karl-Heinz Ahrens, Walter Wägeling, Siegfried Koslowsky und
Karl-Heinz Theuerkauf, unter der Leitung ihres Trainers Richard
Heller, den Titel eines Deutschen Jugendmeisters zu erringen. Bei der Rückkehr entbot
sich uns allen ein Bild des Empfangs, den wohl niemand voraus geahnt
hatte. Unter dem Jubel der Einwohner, die zu vielen Hunderten
erschienen waren, und den Klängen der Hüttenkapelle wurde die
Siegermannschaft, die Arme voller Blumen, in einem Triumpfzug durch
die Stadt bis zur Kirchenbrücke und zurück zum Hotel „Hohe Rast“
geleitet. Vertreter des Rates und der
Verwaltung, des Sports und der Vereine überbrachten die Glückwünsche
an die Sieger und deren Trainer. Für die Erringung der
Meisterschaft erhielt jeder Teilnehmer die „silberne Ehrennadel“ des
Vereins.
Im November 1952 musste
dieser Titel in Hamburg verteidigt werden. Unsre Mannschaft erreichte
eine Punktzahl von 271,0 und wäre praktisch ein zweites Mal
Deutscher Meister geworden. Aber auf Grund eines
glatten Fehlurteils des Kampfgerichtes wurde unsere Mannschaft mit
gleicher Punktzahl zum „Vizemeister“ erklärt.
In den nächsten Jahren
wurden durch die Radballspieler mehrere Turniere in der „Ostzone“
besucht. Ferner beteiligte sich der
Verein sehr aktiv am Wanderfahren. So konnte „Gut Rast“ bei einer
Fahrt nach Hameln den Bundessieger stellen. 1957 wurde die
Moped-Abteilung in der B-Klasse bei einer Fahrt nach Fulda ebenfalls
Bundessieger.
Im Radball der Herren
begann jetzt die Zeit von Klaus Schiefenbusch und Siegfried
Koslowsky, denen es gelang in die höchste deutsche Spielklasse
aufzusteigen. Sie erhielten sogar
Einladungen zu den Vorbereitungslehrgängen zur Weltmeisterschaft.
Im 2-er Radball konnte sich
unsere Jugend, Klaus Bartels / Bernd Ulner, bis zur Teilnahme an den
Deutschen Meisterschaften 1956 (Frankfurt) und 1957 (Gießen)
souverän durchsetzen. Die Erfolge blieben daher auch nicht aus. 1956
reichte es zu einem beachtlichen Mittelplatz, wogegen ihnen 1957
durch etwas Spielpech die Vizemeisterschaft serviert wurde.
Am 06.01.1957 übergab G.
Granzow, wegen Zeitmangels, die Führung des Vereins an den Kameraden
Herbert Nibbe, weil er sich zwischenzeitlich der Kommunalpolitik
verschrieben hatte.
Nach Bartels / Ulner
folgten weitere starke Jugendmannschaften. So wurden 1959 Martin
Leunig und Dieter Trenkner norddeutscher Jugendmeister. Schon 3 Jahre später (1962)
konnte der Verein einen weiteren großen Erfolg vermelden. Harro Broßmann und Werner
Omozik wurden deutscher Jugendmeister.
Von 1959 bis 1967
wechselte der Vorsitz von Herbert Nibbe über Otto Heller wieder zu
Gerhard Granzow, der ihn 1963 an Eisenhard Gehrmann übergab.
Auch im Wanderfahren konnte
der RV „Gut Rast“ schöne Erfolge verzeichnen. So wurde der Verein 2 x
Bundessieger im Bund Deutscher Radfahrer.
1967 wurde uns die
Ausrichtung des Bundes-Ehrengildetreffens übertragen. Auch diese hervorragend
organisierte Veranstaltung wurde ohne Beanstandungen ausgerichtet,
so dass sich alle Teilnehmer in Oker wohlfühlten.
Im gleichen Jahr wurde die
Radball-Mannschaft Albert Menge / Martin Leunig Norddeutscher
Meister, was mit dem Aufstieg in die neugegründete 1. Bundesliga
verbunden war. Der Bundesliga gehörten
Menge / Leunig leider nur ein Jahr an.
Im selben Jahr
qualifizierte sich die Jugendmannschaft Reinhold Appel / Albert
Trenkner für die Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften.
1968 konnte der RV „Gut
Rast“ bei den Landesmeisterschaften der Jugend einen Doppelsieg
erringen. Niedersachsenmeister wurden Reinhold Appel und Albert
Trenkner vor H.-Dieter Ahrens und Volker Gniesdzia. In Berlin holten Appel /
Trenkner auch noch den Norddeutschen Meistertitel nach Oker. Damit
hatten sie sich erneut für die Deutschen Meisterschaften
qualifiziert. Ahrens / Gniesdzia kamen
auf den undankbaren 4.Platz.
In den folgenden Jahren
sah es so aus, als ob der Verein auseinander fallen würde, denn die
Trainingsstätte „Hohe Rast“ wurde verkauft. Für den Verein begann eine
schwere Zeit, den die Spieler mussten zum Training nach Goslar,
Harlingerode und Bad Harzburg gefahren werden. Dank der vielen treuen
Helfer konnte auch die Zeit ohne eigene Trainingsstätte überbrückt
werden.
1971 konnten wir in die neu
errichtete Mehrzwecksporthalle einziehen, die noch von der damaligen
Stadt Oker und ihrem Bürgermeister, Gerhard Granzow, in Auftrag
gegeben wurde. Durch die neue
Trainingsstätte konnte der Mitgliederbestand nahezu verdoppelt
werden und das Vereinsleben nahm wieder neuen Aufschwung. Zur Einweihung
veranstalteten wir dann das 1. Internationale Osterturnier. Hierzu konnte der neue 1.
Vorsitzende, Klaus Schiefenbusch, als erste ausländische Mannschaft
die Gebr. Bondue aus Belgien in Oker begrüßen. Das Osterturnier erfreute
sich großer Beliebtheit, so dass in den folgenden Jahren weitere
ausländische Mannschaften hinzu kamen.
1975 konnte eine weitere
Jugendmannschaft einen Meistertitel erringen, Klaus Schiefenbusch
jun. und Klaus-Dieter Voß wurden Niedersachsenmeister. Bei den
Norddeutschen Meisterschaften belegten sie Platz 2.
Bedauerlich war, dass
Richard Heller ab 1980 nicht mehr als Trainer der Kunstfahrer zur
Verfügung stand und somit das Kunstfahren gänzlich zum Erliegen kam.
In den folgenden Jahren
richtete sich das Augenmerk immer mehr auf das Internationale
Osterturnier. So richteten wir diese über die Landesgrenzen hinaus
allseits beliebte Veranstaltung insgesamt 30 mal aus. Zuerst an 2 und später nur
noch an einem Tag. Zu diesen Ausspielungen
konnten wir die besten Mannschaften aus Belgien, der CSSR, Dänemark,
Frankreich, Österreich, der Schweiz, den USA, Hongkong und
Deutschland in unserer Mehrzweckhalle willkommen heißen.
Die Publikumsmagneten waren
einmal mehr die „20-fachen“ Weltmeister Jan und Jindrich Pospisil
aus der CSSR. Es folgten mit Jürgen und
Werner King Lauterbach), Miroslav Berger und Miroslav Katochvil
(CSSR) sowie Jörg Latzel und Karsten Hormann (Hameln) weitere
Weltmeister. Nach der Grenzöffnung
konnten wir 1990 erstmals 2 Teams aus der DDR begrüßen. Mit 12 (!) teilnehmenden
Mannschaften avancierte unser Osterturnier damit zu einem der
größten auf der Welt. Für den R.V. „Gut Rast“
hielten zu dieser Zeit die Teams Klaus Schiefenbusch jun./ Dieter
Ahrens und Martin Leunig / Albert Trenkner die Fahnen hoch. Aber nicht nur im Radball, auch
im 1-er und 2-er Kunstfahren der Damen und Herren konnten wir
zahlreiche Weltmeister unserem Publikum
präsentieren.
1986 trat Klaus
Schiefenbusch aus privaten Gründen zurück. Auf einer
außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde H.-Dieter Ahrens zum
neuen 1. Vorsitzenden gewählt.
In den Jahren 1987 und 1988
konnten wir mit Michael Bartels und Matthias Leunig auch wieder eine
sehr erfolgreiche Jugendmannschaft vorweisen. Bartels / Leunig wurden
u.a. Niedersachsen- und Norddeutscher Meister. Über die
Nord-Westdeutschen Meisterschaften konnten sie sich 2mal für die
Deutschen Meisterschaften qualifizieren. 1989 holte Matthias Leunig
mit seinem neuen Partner, Henning Joswig, erneut die
Niedersachsenmeisterschaft und den 3. Platz bei den Norddeutschen
Meisterschaften nach Oker.
1992 übernahm Albert Menge
die Führung des Vereins, die er nach nur einem Jahr, aus
gesundheitlichen Gründen, wieder an H.-D. Ahrens abgab.
Die Jugendmannschaft Marco
Ahrens / Michael Reinecke holte 1999 letztmalig einen Titel nach
Oker, sie wurden in Gifhorn Bezirksmeister. In den folgenden Jahren
wurden bei Meisterschaften auch gute Platzierungen erreicht. Zu einem ganz großen Erfolg
reichte es aber nicht mehr.
2005 trat H.-Dieter Ahrens
aus privaten Gründen als 1. Vorsitzender zurück, seine Nachfolge
trat am 17.02.2006 Marco Ahrens an.
Der RV „Gut Rast“ Oker hat
sich in den vergangenen 100 Jahren im In- und Ausland einen guten
Ruf erworben. Möge dem Verein auch für
die Zukunft eine gesunde Weiterentwicklung beschieden sein und der
Geist der Treue und Kameradschaft immer erhalten bleiben. Jetzt ist es eine
moralische Pflicht allen früheren und jetzigen Mitgliedern, auch
denen die nicht mehr unter uns weilen, für ihre ehrenamtliche
Tätigkeit zu danken. Viel Idealismus und
Opferbereitschaft waren erforderlich, um die Vereinsarbeit
erfolgreich zu gestalten und durchzusetzen.
Wenn sich immer wieder
Mitglieder als Sportler oder auch als Förderer mit dem selben
Idealismus für den Verein zur Verfügung stellen, dann dürfte die
Zukunft und damit der Fortbestand unseres RV „Gut Rast“ gesichert
sein.
Gerhard Granzow , Gerhard
Schönowsky
Klaus Schiefenbusch,
H.-Dieter Ahrens |